PSNV-Feuerwehr Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
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Belastungen im Einsatz

Obwohl wir als Einsatzkräfte gelernt haben, mit Stress und Belastungen umzugehen, gibt es Einsätze die außergewöhnlich sind.

Aus Erfahrungen können folgende Einsätze akute Belastungsreaktionen hervorrufen:

  • Tod oder schwere Verletzung eines Kindes
  • Mehrere oder persönlich bekannte Verletzte oder Tote
  • Tod oder Verletzung eines Kameraden / Kollegen
  • Eigene körperliche Verletzung oder Lebensgefahr
  • Unerwartete Situationen; unzutreffendes Meldebild
  • Nicht helfen können

Unser Körper reagiert mit unterschiedlichen Symptomen auf diese außergewöhnlichen Belastungen

Körperliche Reaktionen

• Zittern / Herzklopfen
• Schwitzen
• körperliche Beschwerden / allgemeine körperliche Erschöpfung

Gedankliche Reaktionen
• sich nicht konzentrieren können
• Erinnerungslücken bezüglich des Einsatzes
• Gedanken, Bilder, Gerüche oder andere Sinneseindrücke gehen nicht mehr aus dem Kopf
• Albträume
• Grübeln

Emotionale Reaktionen
• Gefühl wie in einem Film oder Traum; teilnahmslos, nicht alles mitbekommen („Wie ferngesteuert")
• Niedergeschlagenheit
• das Gefühl, keine Freude mehr empfinden zu können
• Interessensverlust
• depressive Verstimmtheit und Antriebslosigkeit
• Stimmungsschwankungen
• Ängste
• Schuldgefühle

Verhaltensreaktionen
• besonders wachsam, reizbar oder schreckhaft sein („Auf Hochtouren laufen")
• Vermeidung von Dingen, Gedanken oder Personen, die an den Einsatz erinnern
• erhöhter Alkohol- oder Medikamentenkonsum (z. B. Schlaf- und Beruhigungsmittel)
• verändertes Ess- und Rauchverhalten
• Ärger; ständige Konflikte

 

Solche Reaktionen sind nach einem belastenden Einsatz normal und wichtig.

Das sind normale Reaktionen auf ein unnormales Ereignis!
Sie zeigen, dass Körper und Seele das Erlebte verarbeiten.
Meist lassen diese Reaktionen nach zwei bis vier Wochen nach

und verschwinden schließlich ganz.

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